Unsere U15 ist Landesmeister 2019!

31.05.2019

Das Entscheidungsspiel der beiden Verbandsliga-Staffelsieger gewann der FCC mit 3:1 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Jena spielt um Regionalliga-Aufstieg.

[Aktualisierung, 2.6.2019; 20:51 Uhr: Der Meister der Landesliga Brandenburg und Gegner in der Relegation steht fest - s.u.!]

Der FC Carl Zeiss Jena ist thüringischer Landesmeister der C-Junioren. Am „Vatertag“ gewann die blau-gelb-weiße U15 das Entscheidungsspiel der Verbandsliga-Staffelsieger gegen den FC Rot-Weiß Erfurt mit 3:1 (1:0). Die Zeiss-Elf steht damit zugleich als Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation zur C-Junioren-Regionalliga Nordost fest – und trifft am 23. und 30. Juni zu Hin- und Rückspiel auf den brandenburgischen Landesmeister SV Falkensee-Finkenkrug.

„Ich bin glücklich. Es fällt ein riesiger Stein von meinem Herzen ab“, sagte Cheftrainer Jörg Fleischer sichtlich erleichtert nach der Siegerehrung. Seine Mannschaft hatte eine makellose Saison in der Verbandsliga gespielt, gewann in ihrer Staffel alle 22 Partien. Doch über die Chancen zum Aufstieg entscheidet nur dieses eine Meisterschaftsspiel, entscheiden diese finalen 70 Minute. „Und deshalb denke ich in diesem Moment auch an Erfurt“, sagte Jörg Fleischer verständnisvoll. Letztlich könne es aber eben nur nur einen Gewinner geben. Und es sei natürlich schön, dass dieser Gewinner „FC Carl Zeiss Jena“ heiße. „Ich freue mich für die Mannschaft, für den Verein. Ich freue mich für alle, die daran beteiligt sind“, sagte Jörg Fleischer stolz. Akribisch hatte sich der FCC während der vergangenen Wochen vorbereitet; im großen Trainerstab arbeiteten Jörg Fleischer, Krzysztof Kowalik, Dr. Christian Puta, Alexander Sattler, Heiko König und Heiko Schwolow mit ihren Spielern ganz individuell auf das Entscheidungsspiel hin. Das Ergebnis dieser Arbeit war auf dem Platz deutlich sichtbar. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte Jörg Fleischer.

Von Beginn an dominierte Jena das Spiel. Mit viel Druck und Tempo stießen die Blau-Gelb-Weißen unerlässlich tief in die Erfurter Hälfte vor. Der Führungstreffer fiel in der 18. Spielminute: Josia-Levi Walther schlug eine Flanke von der rechten Eckfahne ins Zentrum, wo Milan Dörr lauerte und den Ball aus nächster Nähe ins Tor beförderte. Eine Minute davor hatte Nick Höfer aus spitzem Winkel bereits die Reflexe von Erfurts Torwart Pascal Manitz, der den Torschuss mit der Fußspitze abwehrte, geprüft; eine Minute danach verhinderte der Torhüter im direkten Duell mit Milan Dörr dessen zweiten Treffer. Erfurt erarbeitete sich im ersten Durchgang keine Chance, gab keinen Schuss auf das Jenaer Tor ab. Allerdings verpasste es die Zeiss-Elf, sich deutlicher vom Gegner abzusetzen – es blieb beim 1:0. Aus der Halbzeitpause kehrte Erfurt mit spürbarem Rückenwind zurück auf den Rasen. Gleich der erste rot-weiße Angriff führte in der 37. Minute zum Ausgleich: In der Vorwärtsbewegung verlor Jena im Zentrum den Ball, aus dem freien Raum vor der Abwehrkette erreichte ein scharfer Pass den enteilten Maxime Langner, der zum Ausgleich traf – 1:1. Zwar blieb Jena spielbestimmend. Doch setzte Erfurt fortan vereinzelte Nadelstiche. Zunächst parierte RWE-Torhüter Pascal Manitz in der 41. Minute den Torschuss von Josia-Levi Walther und den Nachschuss von Nick Höfer; in der 43. Minute tropfte das von Nick Höfer aus dem Getümmel heraus geschossene Spielgerät auf die Erfurter Latte. FCC-Kapitän Simon Feistner klärte im Gegenzug einen Ball kurz vor der Jenaer Torlinie; den nachfolgenden Konter mit doppeltem Abschluss von Milan Dörr vereitelte die Erfurter Hintermannschaft mit vereinten Kräften. In der 60. Minute parierte FCC-Torhüter Paul Sommer eine tausendprozentige Chance der Erfuter im Eins-gegen-Eins eiskalt. Die bejubelte Glanztat ihrer „Nummer 1“ motivierte die Jenaer schließlich zu Höchstleistungen: Fritz Schröder verpasste das Ziel knapp; Josia-Levi Walter kämpfte sich unbeeindruckt von massiver Gegenwehr durch die rot-weißen Abwehrreihen und drosch den Ball flach am kurzen Pfosten zur Führung (64.) ins Tor – 2:1. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte Nick Höfer den letzten Hoffnungen der Gegner den Garaus: Fritz Schröders Torschuss prallte vom Torhüter in den Strafraum zurück, ungehindert schob Nick Höfer den Ball in die Maschen.
Danach kannte die Freude keine Grenzen, fiel alle Last von den jungen Schultern ab.

Momente wie diesen kennt Trainer Krzysztof Kowalik aus eigener Erfahrung nur zu gut. „Du spielst eine ganze Saison souverän, bist Erster und dann kommt dieses eine Spiel, das alles entscheidet. Ich weiß genau, was in den Jungs vorgeht“, erzählte der frühere FCC-Profi zufrieden schmunzelnd. Auch Mannschaftsleiter Heiko Schwolow war erleichtert. Der Gewinn der Meisterschaft sei der „gerechte Lohn für ein harter Arbeit“, sagte er. Wie die Mannschaft nach dem Ausgleich in das Spiel zurückgekommen sei, imponierte Jörg Fleischer sehr. „Großartig! Die Jungs müssen gerade auch in solchen Spielen über einen gewissen Punkt hinweggehen, auf die Zähne beißen und dann nochmal 20 Prozent drauflegen“, erklärte er. Sie hätten zu keiner Zeit die Köpfe hängen oder sich von Fouls oder Ballverlusten aus dem Spiel bringen lassen, sondern seien immer fokussiert geblieben, konstatierte Kowalik. Obwohl die Jenaer einen souveränen Sieg errangen, war das Spiel nicht frei von Fehlern. Daran werde das gesamte Team in den bevorstehenden Wochen weiter akribisch arbeiten, denn: „Das heute ist ein erster großer Schritt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagte Krzysztof Kowalik.

Statistik:
FC Carl Zeiss Jena:
Paul Sommer, Fabio Ertmer, Philip Eckardt, Jeremy Meinhardt, Nick Höfer, Fritz Schröder (71. Yannek Hofmann), Benjamin Zank, Josia-Levi Walther, Simon Feistner, Erik Deckert, Milan Dörr (69. Luca Müller).

FC Rot-Weiß Erfurt: Pascal Manitz, Robin Fichtmüller (52. Louis Helwig), Lucas Pauli, Henrik Daut (66. Lucas Bremsteller), Maxime Langner, Emilio Heß, Clemens Lehmann (36. Niklas Hoffmann), N. Mönchgesang (66. Manfred Grünert), Max Schumacher, Martin König, Kenny Weyh.

Schiedsrichter: Konrad Götze (Arnstadt).
Zuschauer: 210.
 

  • Den Spielbericht von TFV-Pressewart Hartmut Gerlach auf der Website des Thüringer Fußball-Verbandes findet ihr hier.

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